Wie ein erstes Gespräch bei mir abläuft
8. Juni 2026 · 4 Min. Lesezeit
Der schwerste Schritt ist oft der erste: jemanden anzurufen oder eine Nachricht zu schreiben, um über das zu sprechen, was gerade nicht leicht ist. Viele Menschen zögern lange, bevor sie sich für ein erstes Gespräch entscheiden — aus Unsicherheit, was sie erwartet, oder aus der Sorge, sich erklären zu müssen. Deshalb möchte ich dir hier ganz offen zeigen, wie ein Erstgespräch bei mir abläuft. Damit du weißt, worauf du dich einlässt — und worauf nicht.
Bevor wir uns sprechen.
Du musst dich auf das Erstgespräch nicht vorbereiten. Du brauchst keine fertige Geschichte, keine Liste mit Stichpunkten und keine Worte für etwas, das sich vielleicht noch gar nicht greifen lässt. Es reicht völlig, wenn du da bist.
Natürlich darft du aber deine Fragen an mich mitbringen um alles zu klären was dir wichtig ist.
Die Terminvereinbarung läuft unkompliziert: Du nimmst über meine Website Kontakt auf, und wir finden einen Zeitpunkt, der für dich passt, am besten bichst du direkt ein Kennenlerntermin über den Kalender. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich — es entstehen dir keine Kosten, und du gehst keine Verpflichtung ein. Es ist ausdrücklich dafür da, dass wir uns kennenlernen.
Die ersten Minuten.
Wenn wir uns das erste Mal sprechen, geht es mir vor allem um eines: dass du dich sicher fühlst. Ich nehme mir Zeit, dich willkommen zu heißen, und wir beginnen in deinem Tempo. Es gibt keinen richtigen oder falschen Einstieg. Manche Menschen erzählen sofort, was sie beschäftigt; andere tasten sich langsam heran. Beides ist in Ordnung.
In dieser ersten Phase geht es nicht darum, ein Problem zu „lösen". Es geht darum, einen Raum zu öffnen, in dem du dich zeigen kannst, wie du bist — ohne Bewertung und ohne Druck.
Worüber wir sprechen.
Im Lauf des Gesprächs schauen wir gemeinsam auf drei Fragen:
Was beschäftigt dich gerade? Du erzählst, so viel oder so wenig du möchtest, was dich zu mir geführt hat. Auch wenn du es selbst noch nicht klar benennen kannst, ist das kein Hindernis — oft wird im Sprechen erst deutlicher, worum es eigentlich geht.
Was wünschst du dir? Veränderung beginnt mit einer Ahnung davon, wie es anders sein könnte. Wir tasten vorsichtig danach, was du dir für dich erhoffst.
Passt meine Arbeitsweise zu dir? Ich erkläre dir, wie ich arbeite und welche Wege — psychologische Beratung, systemisches Coaching, Breathwork — zu deinem Anliegen passen könnten. So bekommst du ein Gefühl dafür, ob du dir eine Begleitung durch mich vorstellen kannst.
Das Erstgespräch ist also ein gegenseitiges Kennenlernen. Auch du darfst und sollst prüfen, ob du dich bei mir gut aufgehoben fühlst.
Was das Erstgespräch nicht ist.
Genauso wichtig ist mir, was du nicht erwarten musst. Das Erstgespräch ist keine erste Sitzung im Schnelldurchlauf. Du musst dich nicht tief öffnen, nichts durcharbeiten.
Es ist auch keine Diagnose. Ich bin Psychologische Beraterin und begleite Menschen in herausfordernden Lebenssituationen — ich stelle keine Krankheitsbilder fest und ersetze keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Sollte sich im Gespräch zeigen, dass du etwas anderes brauchst als das, was ich anbiete, sage ich dir das ehrlich und helfe dir, eine passende Anlaufstelle zu finden.
Und es ist kein Verkaufsgespräch. Du wirst zu nichts gedrängt. Wenn du nach dem Gespräch das Gefühl hast, dass es für dich gerade nicht passt, ist das völlig in Ordnung — ohne schlechtes Gewissen.
Vertraulichkeit.
Alles, was wir besprechen, bleibt zwischen uns. Vertraulichkeit ist die Grundlage meiner Arbeit. Du kannst frei sprechen, ohne dir Sorgen machen zu müssen, dass etwas nach außen dringt. Dieser geschützte Rahmen gilt schon im Erstgespräch — nicht erst, wenn wir uns für eine Zusammenarbeit entscheiden.
Wie es danach weitergeht.
Am Ende des Gesprächs hast du ein klareres Bild davon, ob und wie ich dich begleiten kann. Du musst dich nicht sofort entscheiden. Viele Menschen lassen das Gespräch erst einmal sacken — auch das gehört dazu.
Wenn du weitermachen möchtest, besprechen wir die nächsten Schritte: in welchem Rhythmus wir arbeiten, welche Form (Beratung, Coaching, Breathwork oder eine Kombination) zu dir passt und wie die Konditionen aussehen. Wenn du dir noch unsicher bist, darfst du dir Zeit nehmen. Und wenn es nicht passt, gehst du mit einem klaren Gefühl und vielleicht einem ersten neuen Gedanken aus dem Gespräch.
Der erste Schritt.
Sich Unterstützung zu holen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Mut. Du musst den Weg nicht allein gehen, und du musst auch nicht warten, bis „alles ganz schlimm" ist. Ein erstes Gespräch ist genau dafür da: herauszufinden, ob es dir guttut, gemeinsam hinzuschauen.
Wenn dich dieses Thema gerade berührt, lade ich dich ein, ein kostenloses Erstgespräch zu vereinbaren. Wir lernen uns in Ruhe kennen — und du entscheidest danach frei, wie es weitergeht.
Geschrieben von Julia Messer-Blohm — Psychologische Beraterin, Systemischer Coach & Breathwork-Begleiterin in Kiel.